About

Mich interessiert, was geschieht, wenn die einfachen Antworten nicht mehr tragen.

Mein Weg war entsprechend wenig geradlinig. Ich habe in Banken gearbeitet, programmiert, später Psychologie studiert und bin Psychotherapeutin geworden. Ich habe mich mit Neurophysiologie beschäftigt, mit Psychopathologie, Daseinsanalyse, systemischem Denken, Yoga und Zen. Und ich habe über viele Jahre selbst auf der anderen Seite des therapeutischen Stuhls gesessen.

Je länger ich mit Menschen arbeite und je länger ich lebe, desto weniger interessieren mich Gewissheiten. Mich interessiert der offene Rand: der Moment, in dem etwas Selbstverständliches fragwürdig wird, eine Erklärung nicht mehr reicht und etwas Neues sichtbar werden kann.

Ich mag Klarheit. Aber ich misstraue Gewissheit.

Vielleicht deshalb bin ich irgendwann bei Fragen gelandet, die keine Fachgrenze mehr respektieren. Was ist ein Mensch? Was ist Beziehung? Was bedeutet es überhaupt, dass etwas „ist“? Wo endet das Eigene und beginnt das Andere? Und was geschieht, wenn diese Grenze gar nicht so eindeutig ist, wie wir glauben?

Darauf habe ich keine fertigen Antworten.

Aber ich halte es für ausgesprochen interessant, genau dort weiterzudenken.